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In der Umsetzung unserer pädagogischen Anliegen spielen die folgenden Punkte eine herausragende Rolle.
Vorbild und NachahmungVon
Geburt an lernt das Kind durch Nachahmung. Fähigkeiten wie Gehen, Sprechen und Denken erwirbt das Kind über das Vorbild der Menschen, die seine Umgebung bilden und gestalten.
Je durchschaubarer die Handlungen der Menschen für das kleine Kind sind, desto grö ßer ist der Anreiz, es Ihnen nachzutun. Dazu gehört das Erleben einer festen Bezugsperson, deren liebevoller, berechtigter Autorität das Kind gerne folgt.
Die Erzieher/innen in unserer Kindertagesein richtung arbeiten sichtbar, durchschaubar und nachahmbar vor den Augen der Kinder. Dazu gehören z.B. Aufgaben wie kochen, backen, nähen, reparieren und pflanzen.
Immer sind es sinnvolle und keine künstlich ausgedachten Aufgaben, mit denen die Erzieher/innen den Ablauf des Tagesgeschehens gestalten. An den verschiedenen Spielstationen lernen
die Kinder viele Fähigkeiten: bedacht mit vielfältigen Aufgaben wie Gemüse schneiden, Korn mahlen, Windräder basteln, Decken besticken,
Weihnachtsfiguren kneten. Sie versuchen, es den Erzieher/innen nachzutun und unter ihrer Hilfestellung die Aufgaben selbständig zum Ende zu bringen.
Dazu gehört die unbedingte Akzeptanz der individuellen und altersbedingten Gestaltungsmöglichkeiten eines jeden Kindes. Die Erzieher/innen leben dieses Verhalten vor und
geben diese Regeln verbindlich für die Gruppe weiter. Die Aufgaben wiederholen sich im Laufe des Jahres bzw. der Kindergartenzeit, so dass das Kind seine Fortschritte gut wahrnehmen kann.
Geschulte Basiskompetenzen: Sinnes- und Wahrnehmungskompetenz, Körper- und Bewegungskompetenz, Beziehungsfähigkeit,
Motivationskompetenz, Konzentrations- und Denkfähigkeit, Durchhaltevermögen, eigenes Kompetenzerleben, Lebensfreude, Wertekompetenz: Offenheit, Toleranz, Solidarität, Verantwortung Rhythmus und Wiederholung Unser ganzes Leben wird vom Rhythmus des Atems und des Herz-Kreislaufsystems getragen und ist
eingebettet in den Wechsel der Tage, Wochen, Monate und Jahre. Das dem Rhythmus inne wohnende Prinzip der Wiederkehr von Handlungen schafft für die Kinder eine klare Ordnung und
Orientierung im Tages-, Wochen- und Jahresablauf. Zu den Rhythmen von Schlaf- und Wachzeiten, von Aktivität und Ruhe, Nahrungsaufnahme und
–pause gehört auch die regelmäßig sich wiederholende Begegnung mit Bezugspersonen in unserer altersgemischten Gruppengemeinschaft.
Das Tagesgeschehen ist gegliedert in einen Wechsel von Phasen geführter und freier Tätigkeit, das heißt von Spannung und Entspannung. Die verschiedenen Gruppen unserer Kindertagesstätte haben
unterschiedliche Tages- und Wochenpläne. Innerhalb einer Gruppe bleibt er für die gesamte Betreuungszeit des Kindes konstant.
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Montag |
Dienstag |
Mittwoch |
Donnerstag |
Freitag |
Begrüßung |
persönlich |
Freispiel |
mit Angebot zum Sticken, Korn mahlen, Basteln, Werken etc. |
Aufgaben |
Semmeln backen |
Malplatten säubern |
Eurythmie |
Aquarell malen |
Knetwachs richten |
Stuhlkreis Reigen |
Fingerspiele, Lieder, Reime etc. in monatlichem und jahreszeitlichem Wechsel |
Frühstück |
Milchreis mit Äpfeln |
Gemüsesuppe |
Hirsebrei |
Brot mit Karotten |
Müsli |
Draußen Spielzeit |
Garten |
Spaziergang |
Garten |
Spaziergang |
Garten |
Abschluss |
Kneten |
Märchen |
Wachskreide malen |
Kreisspiel |
Puppenspiel |
Verabschiedung |
persönlich |
Anhand des Tagesablaufs kann das Kind genau erkennen, wie viele Tätigkeiten noch folgen, bis es
abgeholt wird. Es weiß aber auch, wenn es Müsli isst und sich später noch ein Puppenspiel anschließt, dass nun das Wochenende bald beginnt. Oder dass es gegebenenfalls am „Suppentag“ noch zum
Mittagessen im Kindergarten bleibt. Oder dass es am „Hirsebreitag“ beispielsweise von der Oma abgeholt wird.
Die Abläufe sind für das Kind stets vorhersehbar. Es kann sich sicher fühlen und seine Konzentration ganz auf sein Spiel oder seine Aufgaben lenken. Es weiß außerdem, dass sich alle Kinder in diesen
Abläufen zusammenfinden. Im Jahreslauf wiederkehrende Lieder, Geschichten, Feste und Bastelmaterialien vermitteln dem Kind
Orientierung und Wissen über die verschiedenen Jahreszeiten. Das gemeinsame Liedgut fördert ihr Zugehörigkeitsgefühl zur Gruppe. Geschulte Basiskompetenzen:
Orientierung, Regulierung körperlicher Anspannung, Lebenssicherheit, Selbstvertrauen, Einordnen in die Gruppe, Beziehungsfähigkeit, Kooperationsfähigkeit, Verantwortung, Kognitive Fähigkeiten:
Wissensaneignung Spiel und Spielpflege Das kleine Kind lernt durch Wahrnehmung über seine
Sinne und durch eigene Tätigkeiten. Im kindlichen Spiel werden Erlebnisse und Erfahrungen verinnerlicht und sich zu eigen gemacht, Fertigkeiten und Fähigkeiten entwickelt.
In diesem Sinne Raum und Zeit für das freie Spiel zu schaffen und Anregung für das kindliche Tun zu geben, sind wichtige Bestandteile der Arbeit in unserer Einrichtung. Dazu gehört das Freispiel drinnen wie
draußen. Im Spiel werden z.B. die Puppenkinder bekocht, gewickelt und gepflegt, eigene Puppenspiele aufgebaut und vor kleinem Kreis vorgespielt. Ebenso kann ein Schiff auf weite
Reise gehen, Delfinen begegnen und fremde Länder erkunden. Manchmal wird einfach ein Müllauto beladen oder die Feuerwehr ist unterwegs. Alle Erlebnisse und Eindrücke werden im Spiel lebendig.
Das Spielmaterial ist vielfältig, aber von einfacher Beschaffenheit. Es soll wandelbar bleiben. Naturmaterialien wie Hölzer, Steine, Kastanien, Muscheln, Schneckenhäuser, Tannenzapfen und verschiedene Obstkerne gehören ebenso zur
Grundausstattung wie Tücher, Bänder, Stoffpüppchen und Spielständer. Die geringe Ausgestaltung des Spielmaterials lässt Freiraum für die Entwicklung der Phantasiekraft. So wird aus einem
Sandsäckchen ein Fisch und im nächsten Augenblick eine belegte Pizza; ein Stück Holz kann Zug, Bügeleisen, Telefon oder Fotoapparat sein. Die Entwicklung der Phantasiekräfte legt die
Grundlage für ein freies, kreatives Denken: Die Spielkräfte des kleinen Kindes sind die Basis für die freien, schöpferischen Kräfte des Denkens. Künstlerische und handwerkliche Angebote
Unsere künstlerischen und handwerklichen Angebote unterstützen diesen Prozess. Die Kinder kneten, sticken, basteln in den dafür vorgesehenen Zeiten. Sie erhalten klar definierte Aufgaben,
ohne sich an gestalterischen Vorgaben orientieren zu müssen. Bei diesen Angeboten bekommen die Kinder ein Gefühl für das Miteinander: Das Ganze funktioniert
nur, wenn ich mich im Sinne der Gemeinschaft einbringe. Die großen Kinder bekommen die Gelegenheit zum Einstudieren eines Marionettenspiels, dass vor den Eltern aufgeführt wird. Sie haben
zusätzlich die Möglichkeit, am Harfenunterricht teilzunehmen und gemeinsam in der Gruppe zu musizieren. Darüber hinaus bekommen die großen Kinder Gelegenheit zum Einstudieren eines Marionettenspiels,
dass vor den Eltern aufgeführt wird. Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, am Harfenunterricht teilzunehmen und gemeinsam in der Gruppe zu musizieren. Geschulte Basiskompetenzen: Feinmotorik, Phantasiekraft, Kreativität, Konzentrationsfähigkeit, Denkfähigkeit, Rollen- und Perspektivwechsel, Zugehörigkeit, Kooperation, Kommunikationsfähigkeit, elementare
Gestaltungsmöglichkeiten, Selbstvertrauen, soziale Kompetenz
Sinnesentwicklung und -pflegeDas kleine Kind lernt mit allen Sinnen: Tastsinn, Gleichgewichtssinn, Eigenbewegungssinn,
Geruchssinn, Geschmackssinn und viele mehr. Die Sinne sind an bestimmte Körperteile bzw. Organe gebunden. Sie müssen angeregt werden, um sich
weiterzuentwickeln. Die Ausbildung der Körpersinne und ihre Pflege sind für das kleine Kind besonders wichtig, damit es eine gesunde und stabile körperliche Konstitution entwickeln kann.
Im Vorschulalter müssen mindestens drei Sinne angesprochen werden, damit sich das Kind Wissen aneignen und es begreifen kann. Zum Beispiel beim gemeinsamen Kochen im Kindergarten werden
das Tasten, Riechen und Schmecken in einem für die Kinder sinnvollen Zusammenhang angeregt. Unser pädagogisches Konzept ist daher auf ein ganzheitliches Erleben der Sinne ausgerichtet.
Ein weiterer Schwerpunkt sind authentische Sinneserfahrungen, zum Beispiel: Was schwer aussieht, muss auch schwer sein. Daher werden authentische Materialien wie Holz, Seide, Wolle, Stein in
unserer Tageseinrichtung verwendet. Darüber hinaus fördern diese natürlichen Materialien den Tast- und Riechsinn. Beim Kneten, Filzen, Malen, Müllern, Schneiden etc. entwickeln die Kinder ihre sensorischen
Fähigkeiten. Während der täglichen Spielzeit im Freien schulen sie ihre Grobmotorik. Hierzu gehören Aktivitäten wie Klettern, Stelzen laufen, Seil hüpfen etc.
Die Begrüßung und Verabschiedung des Kindes durch die Erzieher/innen besteht nicht aus einem dahingesprochenen Hallo oder Tschüss. Sie findet immer mit Blickkontakt und Handschlag statt.
Nach dem Händewaschen erhält jedes Kind einen Tropfen duftendes Öl für die Hände. Zeit und Ruhe für jedes Kind innezuhalten. Und ein Moment, in dem sich die Erzieherin jedem Kind einzeln widmet.
Sprachpflege
Die Sinnesentwicklung umfasst auch die gezielte Sprachförderung. Kinder lernen sprechen in einer sprechenden Umgebung. Reime, Reigen, Fingerspiele, Rhythmen und Kreisspiele gehören zum festen
Bestandteil jeder Betreuungsgruppe. So lernen Kinder die Sprache spielend und durch die Wiederholungen im Wochen- und Jahreszeitenrhythmus fällt es ihnen leicht, sich die Wendungen einzuprägen. Darüber hinaus werden Geschichten und Märchen
vorgelesen, die nicht durch Bilder illustriert sind. Ihre deutliche, wortreiche und bildhafte Sprache erweitert den Sprachschatz der Kinder. Die Konzentration auf die
Sprache und die eigene Phantasiekraft schult die Denkfähigkeit der Kinder: Sie lassen Bilder vor ihrem inneren Auge entstehen.
Weder Babysprache noch abstrakte Erklärungen
bestimmen die Sprachkultur. Zur Sprachpflege gehört es, die Kinder aussprechen zu lassen und ihnen zuzuhören ebenso wie das Vorleben verbaler Lösungen im Konfliktfall.
Geschulte Basiskompetenzen: Körper- und Bewegungskompetenz: Fein- und Grobmotorik, Sinnes- und Wahrnehmungskompetenz, Sprachkompetenz, Zuhören, kognitive Kompetenzen:
Gedächnis- und Denkfähigkeit, Konfliktfähigkeit ErnährungUnser Haus bietet den Kindern eine gesunde, ausgewogene und vollwertige Ernährung aus
biologischem Anbau. Die Speisen werden auf die Bedürfnisse der Kinder und deren Alter abgestimmt, von zu Hause ist nichts mitzubringen.
Das Frühstück wird zusammen in der Gruppe zubereitet. Es gibt z.B. selbstgebackenes Brot, Gemüsesuppe, Müsli oder Milchreis. Für das Mittagessen haben wir einen unseren Richtlinien entsprechenden Caterer.
Alle Kinder essen gemeinsam zu festen Essenszeiten. Selbstverständlich wird auf Allergien oder spezielle Ernährungsformen Rücksicht genommen. Religiöse Werte
Die Bildung und Erziehung in unserer Einrichtung hat eine christliche Ausrichtung, ist aber nicht konfessionell gebunden.
Alle christlichen Jahresfeste werden von der Gemeinschaft der Kinder oder auch gemeinsam mit den Eltern gefeiert und stärken das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder. Zusätzlich fördern die jährlich
wiederkehrenden Feste die Orientierung der Kinder im Jahresverlauf. |